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Tennis-Cracks haben Tanzparkett fest im Griff

Zweiter „Bergsträßer Teninsball“ in Bensheim kommt gut an

Den Tennisplatz gegen das Tanzparkett getauscht, aber trotzdem ganz kräftig geschwitzt: So ging es den 300 Gästen bei der zweiten Auflage des „Bergsträßer Tennisball“ im Bürgerhaus Bensheim. Es wa-ren zwar nicht ganz so viele Besucher wie bei der Premiere im Vorjahr. Trotzdem wollen die Verantwortlichen an der noch jungen Veranstaltung festhalten. Denn es wurde sehr schnell klar: Die, die da waren, brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Angedacht für 2007 wird allerdings ein etwas früherer Austragungstermin.

Kreis-Vorsitzender Günter Aufdermauer freute sich bei seiner Begrüßung darüber, dass mit dem TC Olympia Lorsch und BW Birkenau zwei weitere, der insgesamt 27 Vereine, der neuen Idee auf die Sprünge helfen wollen. Damit hat sich die Zahl der teilnehmenden Klubs auf zehn erhöht. Seinen persönlichen Dank sprach er den Vor-sitzenden Reinhard Bauß (TC Bensheim) und Helga Mroczek (TC Lampertheim) für die Unterstützung in der Organisation aus.

Worte sollten an diesem Abend aber nicht groß verloren werden. Entsprechend legten die „Euro Stars“ aus Lorsch als musikalische Gestalter des Abends gleich richtig los. Eine erste Walzerrunde zum Einstieg: Nur wenige Minuten später war das Par-kett mit den tanzfreudigen Tenniscracks bestens gefüllt. Überhaupt fanden die Profi-Musiker um Bandleader Jean Diehl über den Abend stets den richtigen Ton. Schlager, Oldies, Evergreens und rockige Klas-siker – da war für jeden Geschmack das Richtige dabei.

Als Moderator führte Roland Bode durch das Programm. Und der konnte gleich zu Beginn einen echten sportlichen Lecker-bissen verkünden. „Rope Skipping“ heißt auf deutsch so viel wie „Seil hüpfen“. Mit dem klassischen Springen über und druch die Seile hat die aus Amerika überlieferte Trendsportart allerdings nicht mehr viel zu tun. Den von viel Applaus begleiteten Be-weis, wie schweißtreibend diese Übungen sein können, lieferte die 15-köpfige Gruppe „Ropidz“ aus Seeheim. Nicht irgendeine Formation, sondern immerhin Teil-nehmer bei den Weltmeisterschaften diesen Sommer in Kanada. Und in ihren Reihen die amtierende Weltmeisterin in der Disziplin „Speed“, Friedericke Müller. Als die 15-Jährige ihr Lieblingssportgerät in die Hand nahm staunten die Besucher an den Tischen nicht schlecht: 188 „Durchschläge“, wie es offiziell heißt, in nur 30 Sekunden, im Schnitt 6,3 mal pro Sekunde strich – das aus Kunststoff und Draht zusammengesetzte „Seil“ – unter ihren Füßen durch. Weltrekord!

In nichts nach stand der musikalische Gast des Abends Robert Schwarts. Der holländische Tenor, der seit Jahren in Mannheim lebt und unter anderem am Nationaltheater für sein vielseitiges Bühnen- und Show-programm bekannt wurde, überraschte mit einem bunten Streifzug aus Evergreens, Musicals und eigenen Kompositionen. Im Frühjahr ist der „zweite Heintje“, wie man den mit unzähligen internationalen Preisen ausgezeichneten Künstler wegen seiner glasklaren Stimme in seiner Heimat nennt, für die nationale Qualifikation zum euro-päischen Schlager-Kontest „Grand Prix de la Chanson“ in Köln nominiert. Der Titel „Jeder Tag mit dir ist ein Juwel“, wird zudem auf dem im Frühjahr erscheinenden Debüt-Album des „Pavarotti“-Preisträgers und Siegers beim deutschen Bühnenpreis in der Kategorie „bester Allrounder“ zu hören sein. Sechs Stunden genossen die Tennisfreunde den geselligen Abend. robo 

Quelle: Südhessen Morgen

23.11.2006

 

Viernheim. Für sein vorbildliches Handeln in Sachen Nachwuchsförderung und Talentsichtung in Kooperation mit den Viernheimer Grundschulen, ist der Tennisclub 1948 als einziger hessischer Vertreter in der Metropolregion Rhein-Neckar vom BASF-Sportreferat ausgezeichnet worden. Der Chemie-Riese aus Ludwigshafen würdigte im Rahmen seiner Aktion "Mitarbeiter bewegen die Region" 20 besondere Projekte, die sich durch Kreativität und Ideenvielfalt bei der Bildung moderner Vereinsstrukturen, attraktiver Sportangebote und durchdachter Konzepte zur Mitgliedergewinnung auszeichnen. Aus dem mit insgesamt 100 000 Euro gefüllten Fördertopf konnte TC-Vorsitzender Günter Aufdermauer einen Anteilsscheck entgegen nehmen. Knapp 100 Vereine hatten ihre Ideen in den Wettbewerb eingebracht.

Das Spendenprojekt der BASF zeichnete sich durch eine Besonderheit aus: dem Engagement der Aniliner. Denn nur sie konnten als Mitglieder von regionalen Sportvereinen für ihre Klubs die Projektanträge einreichen. Hierfür übernahmen sie auch die Rolle des Themenpaten. Für den TC gab Wolfgang Salge als langjähriges Vereinsmitglied die Initialzündung gegenüber dem Vorstand.

Der TC hat bereits diesen Sommer erste Kontakte zu Viernheims Grundschulen geknüpft. Die Ziele: altersgerechte Tennis-Sportstunden für Schüler der dritten und vierten Klasse anzubieten, Koordinationsmängel zu reduzieren und die Kinder auch außerhalb der Schule für Aktivitäten in Verein und Freizeit zu interessieren. Klub-Interesse ist, "das Vereinsimage zu pflegen und Talente frühzeitig zu sichten", erklärt Vereinschef Aufdermauer. Am 25. und 26. Januar 2006 wird der TC die erste Sportstunden-Aktion für rund 200 Mädchen und Jungen der Goetheschule durchführen. Das Konzept soll auf Schiller-, Nibelungen-, und Friedrich-Fröbel-Schule erweitert werden.

"Das Projekt des TC Viernheim greift einen Themenbereich an Grundschulen auf, der Pädagogen immer häufiger beschäftigt. Mangelnde Bewegungskoordination hat einen Einfluss auf kognitive Prozesse und beeinflusst damit die schulische Leistung. Mit dem Projekt leistet der TC 1948 einen hochwertigen Beitrag zur Prävention von Bewegungsmangelkrankheiten im Grundschulbereich mit dem angenehmen Nebeneffekt, Talentsichtung zu betreiben - alle Achtung," begründete Jury-Vorstand und Referatsleiter Dr. Markus Gomer die Auszeichnung. Im Rahmen der Wettbewerbskriterien galt es anhand eines detaillierten Kosten-Nutzenplans auch nachzuweisen, dass alle Fördermittel zweckgebunden eingesetzt werden.

"Für den Verein sind die Folgewirkungen sämtlicher Aktivitäten das Wichtigste. Die Kinder, bei denen wir über die Aktionen Interesse am Tennis wecken, laden wir im Februar zu einem kostenlosen Schnupperkurs ein und hoffen, dass wir so unseren Anteil an Jugendlichen erhöhen können," so Aufdermauer weiter.

Der TC ist mit seinen rund 610 Mitgliedern, davon 150 Jugendlichen, einer der 14 größten Klubs in ganz Hessen. Entgegen dem allgemeinen Trend im Tennis weist der Verein seit zwei Jahren als einer von wenigen im Verband ansteigende Mitgliedszahlen aus. Roland Bode

© Südhessen Morgen - 16. Dezember 2005
 

Bensheim. Acht Bergsträßer Tennisvereine hatten am Samstag zu einem Ball im Bensheimer Bürgerhaus eingeladen und landeten auf Anhieb einen Volltreffer. Damit hat sich die Vision von Dr. Reinhard Bauß vom Tennisclub Blau-Weiß Bensheim erfüllt. Der Vorsitzende des größten Vereins des Hessischen Tennisverbandes hatte im Frühjahr dem Kreisvorstand vorgeschlagen, mit einer gemeinsamen Veranstaltung die Ballsaison wieder zu beleben. Der Gedanke fiel im Kreisvorstand auf fruchtbaren Boden.

Freude über Zuspruch

Mit von der Partie waren neben dem TC Blau-Weiß Bensheim auch die Vereine TC Auerbach, TC Blau-Weiß Heppenheim, TC Hüttenfeld, TC Kirschhausen, TC Rot-Weiß Lampertheim, TC Viernheim 1948 und TC Zwingenberg 1972. Dem Vorsitzenden des Tenniskreises Bergstraße, Günter Aufdermauer (Viernheim), war die Freude über den großen Zuspruch anzusehen, als er die rund 400 Besucher willkommen hieß. Unter ihnen war auch der Kreisbeigeordnete Norbert Golzer.

"Dr. Reinhard Bauß hat im Frühjahr den Stein für diesen ersten Ball des Tenniskreises Bergstraße in Wasser geworfen", sagte Aufdermauer. Der Kreisvorstand und mit ihm die acht Vereine hätten den Vorschlag sofort aufgegriffen. Für ihn soll die Veranstaltung keine Eintagsfliege sein: "Ich hoffe, dass wir Sie alle im Jahre 2015 zum zehnten Tennisball einladen können".

Damen geehrt

Gleich zu Beginn der Veranstaltung ehrte der Tenniskreis zwei Damen, die den Löwenanteil der Vorbereitungen zu bewältigen hatten, die Vorsitzende des TC Rot-Weiß Lampertheim, Helga Mrotzek, und die Geschäftsführerin des TC Blau-Weiß Bensheim, Katja Zeth-Seidel. Ihnen überreichte Dr. Bauß je einen Blumenstrauß. Durch das Programm führte anschließend der Kreis-Spielleiter des Tenniskreises, Roland Bode. "Bei unserem Tennisball stehen heute nicht viele Worte, sondern Musik und Unterhaltung im Mittelpunkt", sagte Bode, deshalb habe der Tenniskreis die bekannte Showband "Eurostars" engagiert. Die Musiker brächten eine langjährige Erfahrung mit, denn sie feierten in diesem Jahr ihr zwanzigjähriges Bühnenjubiläum.

Ein Highlight der Veranstaltung war der Auftritt des Meisterjongleurs Daniel Hochsteiner. Virtuos, so als suche er ständig nach seinen Grenzen, wirbelt er Keulen, Ringe und Tennisbälle durch die Luft, und das alles mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit.

Meisterjongleur Hochsteiner

Höhepunkt seiner Darbietung war das Jonglieren mit nicht weniger als fünf Original-Tennisschlägern. Für sein Können wurde Hochsteiner schon mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit der Silbermedaille beim Zirkus-Festival in Monte Carlo. In Bensheim war dies sein zweiter Auftritt, denn vor einigen Jahren gastierte er im Pegasus. Die Rechnung des Tenniskreises Bergstraße scheint mit dem ersten gemeinsamen Tennisball aufgegangen zu sein. So wie es aussieht, dürfte sich die Veranstaltung zu einem festen Bestandteil des Vereinslebens am Ende eines aktiven Jahres entwickeln.

Für den einen oder anderen Verein des Tenniskreises Bergstraße ist die Durchführung eines größeren Tennisballs nicht risikolos, aber bei 27 Vereinen mit fast 7 000 Mitgliedern sieht es schon anders aus. Das Interesse für solch ein gesellschaftliches Ereignis ist auf jeden Fall vorhanden, was man nicht zuletzt auch an vielen Besuchern sah, die keinem Tennisverein angehören.

© Bergsträßer Anzeiger - 21.11.2005

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